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Hellers Bergsport Ratgeber

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Unsere Bergsport Beratungsseiten
: Unsere Beratungsseiten haben uns zahllose Stunden Arbeitszeit gekostet. Hier bekommt Ihr  wertvolle Tips von uns, damit Euere Bergtouren ein möglichst gefahrloses Vergnügen werden. Diese Gratistips kommen aus unserer jahrzehntelangen Outdoorpraxis!

Ratgeber Trekkingschuhe

Ratgeber Klettersteigsets

Ratgeber Rucksäcke       .

Hellers Ratgeber Bergsport allgemein

Über 800 Tote jährlich allein in den Alpen, das ist eindeutig zu viel !
Hier bekommt Ihr einige wertvolle Tips von uns, damit Euer Einkauf kein Flopp wird. Und vor allen Dingen damit Euere Klettersteigtour ein sicheres Vergnügen bleibt! Wer sich nicht auskennt sollte unseren Klettersteig Ratgeber lesen!

Wie bekomme ich als Anfänger Bergerfahrung?

Durch geführte Touren (Deutscher Alpenverein, Bergführer und neuerdings oft preiswerte geführte Wanderungen organisiert durch die Ferienorte)

Durch eigene Touren (ideal wenn erfahrenere Freunde dabei sind). Hier unbedingt bei vielen leichteren Touren Trittsicherheit und Bergerfahrungen sammeln und die Schwierigkeiten und Tourenlängen nur langsam steigern.

Theoretische Kenntnisse durch Fachzeitschriften, Fachbücher, Fernsehreportagen oder DVD und Videolehrfilme aneignen.

Wie plane ich eine Bergtour?

Touren auswählen die dem Können und der aktuellen Kondition des schwächsten Teilnehmers entsprechen. Dabei möglichst auch eine kürzere und leichtere Alternativtour planen, falls das Wetter riskant ist oder z.B. die eigentliche Tour gerade unmöglich ist.

Möglichst viele Informationen über Fachzeitschriften, Fachbücher, Fernsehreportagen oder DVD / Videolehrfilme über die geplanten Touren sammeln und hinterfragen ob die Gruppe diese Touren sicher schafft.

Am Urlaubsort aktuelle Touren- und Wetterinformationen bei Einheimischen einholen (Campingplatzbesitzer, Pensionsbesitzer, Touristeninformation)

Wetter: Ab ca. 8 Tagen vor Tourenbeginn  bis direkt vor dem Start die Bergwettervorhersagen (TV, Internet, Radio) beobachten.

Kleine Kinder auf Bergtour?

Wanderungen und Bergtouren gehören zu den wertvollsten Aktivitäten für die Erziehung und Persönlichkeitsbildung von Kindern! Trittsicherheit und Balancegefühl, optische Eindrücke, Ausdauer, Durchhaltevermögen, Rehe, Gemsen, Murmeltiere, Ameisen, Grashüpfer oder Vögel beobachten, Kräuter und andere Pflanzen riechen, auf kleinen Felsen herumkraxeln, einen Staudamm am Gebirgsbach bauen oder Stöckchen schwimmen lassen, richtig Appetit und Durst bekommen und dann auf ein Picknick im Grünen freuen. Zahllose Sinneseindrücke beeindrucken kleine Kinder auf einer Wanderung und fördern Ihre Erfahrungen und Fähigkeiten. Das erreichen des Wanderziels, das Bestehen der Tour fördert das junge Selbstbewußtsein. Kinder die auch einmal eine gewisse (kindgerechte) Leistung bringen müssen, lernen durchzuhalten und geben in der Zukunft nicht so leicht auf, wenn mal etwas nicht klappt. Solche Kinder kommen oft besser und selbstbewußter durchs Leben und werden kameradschaftlicher. Ich stand mit 5 Jahren auf den ersten deftigen Berggipfeln. Obwohl meine Eltern oft kritisiert wurden, einige Wanderer glaubten ich würde bei Bergtouren gequält, waren diese Touren für mich ein Traum!  “Wir können ja nicht wandern weil unsere Kinder noch klein sind” - wer so etwas sagt hat absolut keine Ahnung was Sache ist. Dieser Spruch ist oft die Ausrede der Eltern um die eigene Bequemlichkeit zu entschuldigen. Viele Eltern merken nicht das sie selbst eine Ausrede brauchen wenn sie die Wandersaison verschlafen. Naturnah aufgewachsene Kinder haben eine erstaunliche Kondition! Heute ist es super leicht, Wanderungen und Bergtouren mit kleinen Kindern durchzuführen. Es gibt viele Bücher und Artikel in Fachzeitschriften, preiswerte Wanderausrüstung für Kinder, Lifte um anstrengende Aufstiege zu meiden. Viele Tourismusregionen bieten heute Infomaterial und Wanderwege für Kinder an, oft sogar geführte Wanderungen für Kinder. Hier einige Tricks für Kids: Ein eigener Kinderrucksack in dem Jacke, Knabbersachen und Spielsachen verstaut sind. Kurzweilige Etappen! Öfter mal eine Rast mit kleinen Highlights einlegen. Z.B. einen kleinen Staudamm am Gebirgsbach bauen, möglichst hohe Steinmännchen (Steintürme) bauen. Lupe und Feldstecher einpacken. Achtung: Kleine Kinder nicht größeren Höhen Aussetzen, auch wenn die Seilbahn lockt, sie vertragen das noch nicht. Also niedrigere Berggipfel wählen. Z.B. Bayerische Voralpen. Ideal sind auch die Mittelgebirge wie Rhön, Elbsandstein oder Franken.

Das muß ich unbedingt bei einer Bergwanderung mitnehmen:

100% wasserdichte Jacke, eine Fleecejacke und Sportunterwäsche bzw. Sport T-Shirts

Lange  Trekkinghose aus Kunstfaser auch im Sommer einpacken falls es kalt wird.

Gute Schuhe (Siehe unser Trekkingschuh Ratgeber)

Gute Marken Trekkingsocken z.B. Falke (vor großer Tour unbedingt testen)

Leukoplast Pflaster (falls der Schuh doch mal drückt, Schuhe runter, 5 Minuten trocknen lassen und Haut mit Pflaster abkleben noch bevor eine Blase entsteht!

Hut oder Mütze mit Sonnenschutzschild

Gute detailierte Wanderkarte, Wanderbuch und Kompass (oder GPS) falls Nebel aufkommt.

Handy mit Notrufnummer

Rettungsdecke (falls ein Verletzter auf Rettung warten muß kühlt man sehr schnell aus)

Erste Hilfe Set

1,5 - 2 Liter Flüssigkeit pro Person.

Brotzeit

Sonnencreme, Sonnenbrille, bei Hochtouren Gletscherbrille

Rucksack (möglichst hochwertige Qualität)

Das sollte man bei einer Bergwanderung zusätzlich mitnehmen:

1 Paar gute Wanderstöcke pro Person (siehe unsere Tourenstock Tips ganz unten)

Regenhose

Thermositzkissen

Feldstecher (damit kann man auch weit entfernte Wegweiser entdecken und lesen)

kleine Thermoskanne mit heißem Getränk bei kühler Witterung

Handschuhe bei kühler Witterung

Fotoapparat

Das sollte man bei einer mehrtägigen Hüttentour zusätzlich mitnehmen:
(Das ist gar nicht so viel)

1 Unterhose, 1 Paar Socken, 1 T-Shirt zusätzlich pro Wandertag

1 leichtes Oberteil (Microfleecepulli, Skirolli) und 1 Fleece- oder Joginghose zum Schlafen und Hüttenschuhe oder saubere Sandalen oder Flip Flops als Hausschuhe

1 Waschset mit leichtem Trekkinghandtuch

leichten Daunenschlafsack oder Hüttenschlafsack

Was sollte man bei einer Klettersteigtour mitnehmen?
Das könnt  Ihr in unserem ausführlichem Klettersteig Ratgeber nachlesen.

Was sollte man bei einer Tour ins Hochgebirge oder bei Klettertouren mitnehmen? Alpine Erfahrung!!! Und die lernt man am Besten bei Kursen mit guten Bergführern. Und dort erfahrt Ihr auch, welche Ausrüstung Ihr braucht und wie Ihr sie richtig einsetzt. Denn sonst nützt Euch die beste Ausrüstung nichts.

Unser Tip für Alpinisten und Freeclimber: Ein Kurs bei einem guten Bergführer erhöht Euere Sicherheit ganz bestimmt! Wir veranstalteten mit unserem Outdoorshop z.B. einige Kletterkurse mit einem guten Bergführer. Die Teilnehmer waren teilweise Anfänger. Es waren aber auch Leute dabei die schon jahrelang kletterten. Diese Leute waren besonders platt als Ihnen der Bergführer ettliche Fehler zeigte die sie bei der Handhabung der Karabiner, Sicherungsgeräte und bei den Knoten machten! Fehler die aber vielleicht erst dann auffallen, wenn es zu einem Sturz kommt. Fehler die vielleicht schwerste Unfälle nach sich ziehen können. Man fühlt sich also sicher, da man ja schon 4 oder 5 Jahre klettert, merkt aber nicht, das man ständig Fehler macht die fatale Unfälle verursachen könnten. Woher kommt das? Gerade beim Sportklettern lernt der Anfänger oft vom “erfahrenen Kumpel”. Und der hat das Klettern vor 3 Jahren von seinem “erfahrenen Kumpel” gelernt. Von den tausenden sicherheitsrelavanten Punkten die ein gut ausgebildeter Bergführer über viele Jahre in seiner Ausbildung und in vielen Fortbildungskursen lernen muß können solche Freunde natürlich nur teilweise Ahnung haben. Denkt mal nach, ob sich für Euch ein Besuch beim DAV oder einer Bergschule lohnen könnte. Wir haben es nicht bereut.

Heller Outdoor Tourenstock Infos: Heute weiß jeder Bergsteiger wie wertvoll Tourenstöcke sind. Ich erlebte es hautnah! Bepackt mit Proviant, Kletterausrüstung + Biwak- ausrüstung starteten wir ins Steinerne Meer. Plötzlich bekam ich bereits unten im Tal Knieschmerzen. Eine Erinnerung an unser Island Mountainbike Abenteuer. Karin + Wolfgang hab ich’s verschwiegen und meine Tourenstöcke ausgepackt. Es geschah ein kleines Wunder! Nach kurzer Zeit waren die Knieschmerzen fast völlig verschwunden. Die Entlastung durch die Stöcke war sofort spürbar. Ich konnte unbeschwert weitergehen trotz der verletzten Knie! Und obwohl Wolfgang besser trainiert war als ich hatte er Mühe mir mit meinen Stöcken zu folgen! Aber: Pfennigfuchser sieht man oft mit nur einem Stock. Das bringt keine Entlastung! Erst 2 Stöcke bringen mehr Trittsicherheit, Gelenkschonung + Kraftersparnis.

Achtung: Billigangebote gibt’s an jeder Straßenecke! Vorsicht, denn solche Stöcke sind enorm belastet und billige Alustangen oder schlechte Klemmsysteme können schnell den Geist aufgeben. Ersatzteile gibt es dann meißt gar nicht !!! Der Billigkauf landet nicht selten in der Mülltonne. Im den letzten Jahren erlebten ettliche Kunden Flopps, da die Aluqualität vieler Angebote zu weich war und ettliche Stöcke gebrochen sind. Viele Alurohre halten nur 20kg Biegebelastung aus. Ab 25kg brechen viele Stöcke ab! Gute Markenstöcke halten über 30 kg Biegebelastung klaglos aus. Auch die Klemmsysteme vieler Billigstöcke halten nur 25-40kg Belastung aus. Viel zu wenig für ausreichende Sicherheit am Berg! (Gute Markenstöcke halten 150 - 200kg aus). Und viele billige Klemmsysteme geben nach 1 - 2 Jahren den Geist auf.

WEITERE KAUFTIPS: Überall findet man Angebote. Bisher 59,90 Jetzt 35,90. Trau schau wem! Nicht selten sind es Scheinangebote! Man kauft nicht selten Billigware die viele Schwachpunkte hat. Alurohre können schnell brechen oder oxydieren (Alufraß), Klemmsysteme können durchrutschen oder völlig schlapp machen. Geht etwas kaputt gibt’s oft keine Ersatzteile. Ständig versuchten Schnäppchenjäger bei uns Ersatzteile für fragwürdige “Markenstöcke” zu bekommen. Gerade Tourenstöcke sind sehr hoch belastet. Auch Top Firmen mußten viel Lehrgeld zahlen und viel High Tech in kleinste Details der Stöcke stecken. Durchs Internet ist das Angebot von Raubkopien in den letzten Jahren um ca. 500% gestiegen!!! Billigschrott aus Asien, Tschechien und vielen anderen osteuropäischen Ländern wird gutgläubigen Kunden angedreht. Schnäppchen- jager können schnell Geld zum Fenster rausgewerfen! Man sollte unbedingt Stöcke von führenden Stockherstellern kaufen. Wenn Euer Wunschstock auch im Jahreskatalog des Herstellers erscheint kann man sicher nachlesen um welche Qualität es sich handelt. Hier gibt es dann verschiedene Preis- und Qualitätsklassen und Ihr könnt auswählen wieviel Ihr investieren möchtet. Findet Ihr Eueren Stock nicht im Jahreskatalog ist es meißt ein Sondermodell. Sondermodelle können auch mal gut sein. Oft werden sie aber auf Wunsch von Versendern oder Handelsketten produziert um deftige Aktionen zu fahren oder beim Händler im Urlaubsort möglichst viele Stöcke an den Touristen zu bringen. Leider wird dann oft stark an der Qualität gespart. Bei führenden Stockherstellern hast Du übrigens beste Changen selbst im Urlaub ein Ersatzteil zu bekommen wenn mal was kaputt geht. Federungen sind empfehlenswert wenn man sehr sportlich und schnell geht, oder leicht Schmerzen im Handgelenk kriegt. Die Federung sollte man aber leicht abschalten können. Tip: Laßt Euch in einem guten Fachgeschäft beraten und nehmt auch selbst verschiedene Stöcke in die Hand und probiert auch selbst die Stöcke einzustellen oder die Schneeteller abzumontieren. Alle Stöcke sollten unbedingt Hartmetallspitzen aus superhartem Stahl haben!!! Beachtet auch unbedingt wie gut die Griffe und Schlaufen in der Hand liegen!

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