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Wie bekomme ich als Anfänger Bergerfahrung?
Durch geführte Touren (Deutscher Alpenverein, Bergführer und neuerdings
oft preiswerte geführte Wanderungen organisiert durch die Ferienorte)
Durch eigene Touren (ideal wenn erfahrenere Freunde dabei sind). Hier
unbedingt bei vielen leichteren Touren Trittsicherheit und Bergerfahrungen sammeln und die Schwierigkeiten und Tourenlängen nur langsam steigern.
Theoretische Kenntnisse durch Fachzeitschriften, Fachbücher,
Fernsehreportagen oder DVD und Videolehrfilme aneignen.
Wie plane ich eine Bergtour?
Touren auswählen die dem Können und der aktuellen Kondition des
schwächsten Teilnehmers entsprechen. Dabei möglichst auch eine kürzere und leichtere Alternativtour planen, falls das Wetter riskant ist oder z.B. die eigentliche Tour gerade unmöglich ist.
Möglichst viele Informationen über Fachzeitschriften,
Fachbücher, Fernsehreportagen oder DVD / Videolehrfilme über die geplanten Touren sammeln und hinterfragen ob die Gruppe diese Touren sicher schafft.
Am Urlaubsort aktuelle Touren- und Wetterinformationen bei
Einheimischen einholen (Campingplatzbesitzer, Pensionsbesitzer, Touristeninformation)
Wetter: Ab ca. 8 Tagen vor Tourenbeginn bis direkt vor dem Start
die Bergwettervorhersagen (TV, Internet, Radio) beobachten.
Kleine Kinder auf Bergtour?
Wanderungen und Bergtouren gehören zu den wertvollsten Aktivitäten für
die Erziehung und Persönlichkeitsbildung von Kindern! Trittsicherheit und Balancegefühl, optische Eindrücke, Ausdauer, Durchhaltevermögen, Rehe, Gemsen, Murmeltiere, Ameisen, Grashüpfer oder Vögel
beobachten, Kräuter und andere Pflanzen riechen, auf kleinen Felsen herumkraxeln, einen Staudamm am Gebirgsbach bauen oder Stöckchen schwimmen lassen, richtig Appetit und Durst bekommen und dann auf ein
Picknick im Grünen freuen. Zahllose Sinneseindrücke beeindrucken kleine Kinder auf einer Wanderung und fördern Ihre Erfahrungen und Fähigkeiten. Das erreichen des Wanderziels, das Bestehen der Tour
fördert das junge Selbstbewußtsein. Kinder die auch einmal eine gewisse (kindgerechte) Leistung bringen müssen, lernen durchzuhalten und geben in der Zukunft nicht so leicht auf, wenn mal etwas nicht
klappt. Solche Kinder kommen oft besser und selbstbewußter durchs Leben und werden kameradschaftlicher. Ich stand mit 5 Jahren auf den ersten deftigen Berggipfeln. Obwohl meine Eltern oft kritisiert
wurden, einige Wanderer glaubten ich würde bei Bergtouren gequält, waren diese Touren für mich ein Traum! “Wir können ja nicht wandern weil unsere Kinder noch klein sind” - wer so etwas sagt hat
absolut keine Ahnung
was Sache ist. Dieser Spruch ist oft die Ausrede der Eltern um die eigene Bequemlichkeit zu entschuldigen. Viele Eltern merken nicht das sie selbst eine Ausrede brauchen wenn sie die Wandersaison verschlafen. Naturnah aufgewachsene Kinder haben eine erstaunliche Kondition! Heute ist es super leicht, Wanderungen und Bergtouren mit kleinen Kindern durchzuführen. Es gibt viele Bücher und Artikel in Fachzeitschriften, preiswerte Wanderausrüstung für Kinder, Lifte um anstrengende Aufstiege zu meiden. Viele Tourismusregionen bieten heute Infomaterial und Wanderwege für Kinder an, oft sogar geführte Wanderungen für Kinder. Hier einige Tricks für Kids: Ein eigener Kinderrucksack in dem Jacke, Knabbersachen und Spielsachen verstaut sind. Kurzweilige Etappen! Öfter mal eine Rast mit kleinen Highlights einlegen. Z.B. einen kleinen Staudamm am Gebirgsbach bauen, möglichst hohe Steinmännchen (Steintürme) bauen. Lupe und Feldstecher einpacken. Achtung: Kleine Kinder nicht größeren Höhen Aussetzen, auch wenn die Seilbahn lockt, sie vertragen das noch nicht. Also niedrigere Berggipfel wählen. Z.B. Bayerische Voralpen. Ideal sind auch die Mittelgebirge wie Rhön, Elbsandstein oder Franken.
Das muß ich unbedingt bei einer Bergwanderung mitnehmen:
100% wasserdichte Jacke, eine Fleecejacke und Sportunterwäsche bzw. Sport T-Shirts
Lange Trekkinghose aus Kunstfaser auch im Sommer einpacken falls es kalt wird.
Gute Schuhe (Siehe unser Trekkingschuh Ratgeber)
Gute Marken Trekkingsocken z.B. Falke (vor großer Tour unbedingt testen)
Leukoplast Pflaster (falls der Schuh doch mal drückt, Schuhe runter, 5
Minuten trocknen lassen und Haut mit Pflaster abkleben noch bevor eine Blase entsteht!
Hut oder Mütze mit Sonnenschutzschild
Gute detailierte Wanderkarte, Wanderbuch und Kompass (oder GPS) falls Nebel aufkommt.
Handy mit Notrufnummer
Rettungsdecke (falls ein Verletzter auf Rettung warten muß kühlt man sehr schnell aus)
Erste Hilfe Set
1,5 - 2 Liter Flüssigkeit pro Person.
Brotzeit
Sonnencreme, Sonnenbrille, bei Hochtouren Gletscherbrille
Rucksack (möglichst hochwertige Qualität)
Das sollte man bei einer Bergwanderung zusätzlich mitnehmen:
1 Paar gute Wanderstöcke pro Person (siehe unsere Tourenstock Tips ganz unten)
Regenhose
Thermositzkissen
Feldstecher (damit kann man auch weit entfernte Wegweiser entdecken und lesen)
kleine Thermoskanne mit heißem Getränk bei kühler Witterung
Handschuhe bei kühler Witterung
Fotoapparat
Das sollte man bei einer mehrtägigen Hüttentour zusätzlich mitnehmen:
(Das ist gar nicht so viel)
1 Unterhose, 1 Paar Socken, 1 T-Shirt zusätzlich pro Wandertag
1 leichtes Oberteil (Microfleecepulli, Skirolli) und 1 Fleece- oder
Joginghose zum Schlafen und Hüttenschuhe oder saubere Sandalen oder Flip Flops als Hausschuhe
1 Waschset mit leichtem Trekkinghandtuch
leichten Daunenschlafsack oder Hüttenschlafsack
Was sollte man bei einer Klettersteigtour mitnehmen?
Das könnt Ihr in unserem ausführlichem Klettersteig Ratgeber nachlesen.
Was sollte man bei einer Tour ins Hochgebirge oder bei Klettertouren mitnehmen? Alpine Erfahrung!!! Und die lernt man am Besten bei Kursen mit guten Bergführern. Und dort erfahrt Ihr auch, welche
Ausrüstung Ihr braucht und wie Ihr sie richtig einsetzt. Denn sonst nützt Euch die beste Ausrüstung nichts.
Unser Tip für Alpinisten und Freeclimber: Ein Kurs bei einem
guten Bergführer erhöht Euere Sicherheit ganz bestimmt! Wir veranstalteten mit unserem Outdoorshop z.B. einige Kletterkurse mit einem guten Bergführer. Die Teilnehmer waren teilweise Anfänger. Es waren
aber auch Leute dabei die schon jahrelang kletterten. Diese Leute waren besonders platt als Ihnen der Bergführer ettliche Fehler zeigte die sie bei der Handhabung der Karabiner, Sicherungsgeräte und bei
den Knoten machten! Fehler die aber vielleicht erst dann auffallen, wenn es zu einem Sturz kommt. Fehler die vielleicht schwerste Unfälle nach sich ziehen können. Man fühlt sich also sicher, da man ja
schon 4 oder 5 Jahre klettert, merkt aber nicht, das man ständig Fehler macht die fatale Unfälle verursachen könnten. Woher kommt das? Gerade beim Sportklettern lernt der Anfänger oft vom “erfahrenen
Kumpel”. Und der hat das Klettern vor 3 Jahren von seinem “erfahrenen Kumpel” gelernt. Von den tausenden sicherheitsrelavanten Punkten die ein gut ausgebildeter Bergführer über viele Jahre in seiner
Ausbildung und in vielen Fortbildungskursen lernen muß können solche Freunde natürlich nur teilweise Ahnung haben. Denkt mal nach, ob sich für Euch ein Besuch beim DAV oder einer Bergschule lohnen
könnte. Wir haben es nicht bereut.
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